Windig, Windiger, Cuxhaven!

Die Halbmarathon Challenge ist gestartet – und zwar heute in Cuxhaven. Ich war natürlich auch dabei und wollte meine vor 2 Wochen aufgestellte Bestzeit von 1:50h unterbieten; mindestens eine 1:49h sollte es werden.

Zusammen mit meinem Lauffreund Marcel und meinen Eltern ging es heute – für sonntägige Verhältnisse – recht früh los an die Nordsee. Kalt war es, grau und windig. Aber anders habe ich es auch nicht erwartet…

Obwohl wir uns alle immer wieder erzählten, dass wir doch “eigentlich” gar nicht laufen wollen und wir doch “eigentlich” viel lieber im Bett geblieben wären, war doch jeder von uns (insgeheim) schon aufgeregt und in freudiger Erwartung auf das bevorstehende Ereignis. Ich natürlich auch! Und so schossen mir Fragen durch den Kopf wie: Kann ich die Zeit von Lohne heute nochmal erreichen? Habe ich die richtige Kleiderwahl getroffen? Wie soll ich mir das Rennen einteilen? Wo ist die nächste Toilette?…

Irgendwann waren wir dann auch da und haben den gesamten organisatorischen Kram erledigt. Jetzt hieß es nur noch: abwarten, locker bleiben und nicht einfrieren.

Nach einer gefühlten Ewigkeit war es dann soweit: der Startschuss fiel und meine Mutter, Marcel und ich setzten uns in Bewegung – jeder sein persönliches Ziel vor Augen.

Die ersten Kilometer waren in Ordnung. Ich pendelte mich auf einen Kilometerschnitt von 5:13 min ein – genau wie in Lohne. Die Beine fühlten sich gut an, nicht schwer oder müde.

Und dann ging es rein in die “Grimmershörn Bucht”: Meer von rechts und Wind von schräg vorn. Bereits vor dem Start hatten wir von den schon eher gelaufenen 10km-Teilnehmern Wortfetzen wie “ganz schön stürmisch”, “total anstrengend bei dem Wind” und “boah” aufgefangen, aber nun wusste ich genau, was sie meinten. Ja, so eine steife Brise hat es ganz schön in sich, vor allem, wenn sie einen mehr als 2km von vorn erwischt.

Der böse, böse Wind

Aber am Anfang eines Halbmarathons ist ja noch alles gut und deshalb lief ich trotzdem schneller und gleichmäßiger. Ab und an gab es auch einige Stellen mit Rückenwind; die 2. Hälfte der 10,6km langen Runde ging dann zum Teil durch den windgeschützteren Ort. Und so kam ich mit einem Kilometerschnitt von 5:00 min (!) nach 52 Minuten in den Start/Ziel-Bereich, um meine zweite Runde zu beginnen…

Lady in PinkTja, und wie das halt so ist: man sieht sich immer zweimal im Leben. Die Bucht wartete schon auf mich; ich konnte ihr nicht ausweichen. Da musste ich nun durch. Ich kämpfte und sah das Ende der Bucht nur langsam näher kommen. Mein Schnitt verschlechterte sich auf 5:01, 5:02, 5:03… Nein, nicht langsamer werden! Zähne zusammen beißen (alle die noch da sind)! Nicht aufgeben! Aaargh…!

Geschafft! Ab Kilometer 14 wurde es erträglich und ich kam wieder in Fahrt. Auf Trinken verzichtete ich gänzlich; ich war nicht durstig und wollte mich nicht aus “der Ruhe” bringen lassen. Nur noch das Tempo halten…

Vorbei an frierenden Zuschauern, zum Teil begleitet von einem Schifferklavier, überwand ich die letzten Kilometer und dann – endlich – war das Ziel nah. Nur noch ein paar hundert Meter, dann der obligatorische Sprint und das Arme-Nach-Oben-Reißen, begleitet von einem Auf-Die-Uhr-Drücken und ich war da: im Ziel.

Und die Zeit? Ja, nicht umsonst bin ich die Raketenfrau: 1:45:54 !!! Wahnsinn!!! Das hätte ich nicht gedacht… Ich bin überglücklich – mal wieder!

Teil I der Challenge: erledigt!!!

P.S. Alle von uns liefen super heute: meine Mutter knackte die 2h-Marke (1:58h) und Marcel stellte seine persönliche Bestleistung mit 1:38h ein. Gratulation!

2 thoughts on “Windig, Windiger, Cuxhaven!

  1. Sehr schöner Bericht :-))
    Ich kann dem nur zustimmen. Auch mir ging es so.
    Aber trotzdem haben wir es SUPER gemeistert.
    Wenn man darüber nachdenkt, dann fragt man sich schon, wo das dieses Jahr noch hinführen soll🙂
    Schönen Sonntag noch, lass Dich verwöhnen.
    Küssi
    Hallo Marcel, wenn Du das liest…
    Auch an Dich nochmal die sportlichsten Glückwünsche🙂
    Ich hoffe, man sieht sich wieder ( spätestens am 18.07.)
    und dann werden wir drei wieder unsere Bestzeiten nach oben katapultieren.( Auweia…)
    Liebe grüße Viola

  2. Herzlichen Glückwunsch!

    Beim Lesen Deines Berichtes und dem Knacken eurer Zeiten ( für mich besonders die Zeit unter 2🙂 schlägt mein Läuferherz ein bisschen höher! Und es stellt sich mir die Frage, ob ich meine selbst auferlegte „Ruhepause“ wirkliche beibehalten möchte.

    Die pinken „Uschis“ sehen sehr galaktisch aus!
    Ja, kalt war es gestern.

    Mein letzter ganz langer Lauf vor dem Hermann hat mich ordentlich „geruppt“. 3 Stunden durch die Berge bei Wind und Regen…

    Aber offenbar war ich damit nicht allein.

    Und trotz alledem: Weiter so! Am Ende des Jahres steht dann eine 1.39😉

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