Silbersee-Triathlon: Was für ein Tag

Jacqui schwimmt Der 10km Test am Morgen war in Ordnung. Mit 47:12 Minuten habe ich meine aktuelle Bestzeit zwar um 13 Sekunden verpasst, aber ich war trotzdem ganz zufrieden und auch froh, das endlich hinter mich gebracht zu haben. Zwischen mir und den 10 Kilometern herrscht nun mal eine Hass-Liebe; gestern mehr Hass als Liebe…

Im Anschluss machte ich mich dann auf den Weg nach Stuhr zum nächsten Highlight dieses Tages: dem Silbersee-Triathlon. Beim Anblick der dort bereits gestarteten oder auch noch wartenden Triathleten wurde mir ganz mulmig. Alle sahen so professionell und routiniert aus; Top-Räder, Klamotten vom Feinsten, durchtrainierte Körper… Hätte ich vielleicht doch mehr trainieren sollen? (Tatsächlich war ich nur drei Mal vorher Schwimmen, das letzte Mal vor über drei Wochen).

Irgendwann kamen meine Kollegen und das Team “Die drei Muskeltiere” war komplett (wenn wir schon nicht mit sportlicher Leistung einschüchtern können, dann eben mit dem Teamnamen😉 ). Jeder von uns war doch etwas aufgeregt und so hatten wir nur ein Ziel: nicht letzter werden!

Nachdem wir uns in der Wettkampfbesprechung nochmal darüber informieren ließen, wie und was gewechselt wird und was erlaubt ist und was nicht, waren es keine 30 Minuten mehr bis zum Start. Also hieß es für mich: ab zum See. Dort angekommen sagte der Sprecher gerade, dass das Einschwimmen jetzt beendet werden müsste. Wie, es gab eine Einschwimmphase? Na toll…

Irgendwann mit der 3. Startgruppe konnte ich dann endlich ins Wasser. Boah, kalt und nass und überhaupt. Es galt Neoprenverbot – mir egal, ich hab eh keinen. Ich schwamm etwas hin und her und bekam sofort einen Krampf im Fuß. Das fängt ja gut an… Die letzten 3 Minuten bis zum Startschuss vergingen gar nicht; alle standen im Wasser herum und zitterten vor Kälte (obwohl das Wasser mit seinen 25 Grad recht warm war). Vielleicht zitterten wir auch alle vor Aufregung. Dann fiel der Startschuss…

Nach ein paar Metern (und einigen Tritten von anderen Schwimmern) hatte ich endlich genug Platz zum Kraulen. Also schwamm ich, blickte öfter mal nach vorn, um zu prüfen, ob ich noch “auf Kurs” bin. Bei den Wendebojen gab es Gerangel – klar, jeder wollte möglichst wenig Umweg schwimmen. Und dann war ich auch schon wieder auf der Zielgeraden. Es schwamm sich überraschenderweise ganz gut: die Arme hielten durch, keine Krämpfe, nicht verschluckt, naja und über Kondition brauchen wir hier nicht reden…

Im Zielbereich angekommen, riss ich die Brille vom Kopf, dann die Badekappe und hatte nun noch etwa 300 Meter Fußweg bis zur Wechselzone vor mir. Auf einem roten Teppich lief ich also, was das Zeug hielt. Das war für mich gestern anstrengender als das Schwimmen. Und dann ging alles ganz schnell: Transponder abgemacht, unserem Radfahrer Sven übergeben und weg war er. Geschafft!

So viele PreiseNach etwa 36 Minuten (Klasse Zeit) kam er zurück; wieder ein Wechsel, unser Läufer Thorsten war nun dran. Wir waren erstaunlich gut in der Zeit, und vor allem nicht letzter! Zwei Runden um den See musste er nun laufen. Wir feuerten ihn an und nach etwa 23 Minuten war auch er im Ziel. Super! Wir sind angekommen, hatten Spaß und stellten irgendwann später fest, dass wir sogar den 3. Platz bei den Firmenstaffeln gemacht hatten. Mit meiner Schwimmzeit von 8:22 Minuten war ich sogar schneller als erwartet. Wer hätte das gedacht…

Was für ein Tag! Ich bin gerade äußerst “heiß” darauf, selber einen kompletten Triathlon zu machen, nachdem ich das gestern gesehen und erlebt habe🙂

14 thoughts on “Silbersee-Triathlon: Was für ein Tag

  1. Schön wars🙂 Spaß hats gemacht🙂 Wiederholung nicht ausgeschlossen🙂 Comeback gelungen😀
    Bist du das auf dem Foto? Und wenn ja, wer ist das auf den Fotos vom offiziellen Fotografen die da unter unserer Startnummer angezeigt wird???

    • Ja, das bin ich. Auf den offiziellen Fotos ist bei unserem Team eine zu sehen, die 3 Sekunden vor mir aus dem Wasser kam. Da bei Schwimmern ja keine Startnummer zu erkennen ist, haben die das laut Zeiten geordnet. Leider etwas falsch bei uns…

  2. Jacqui, ich sach nur nächstes Jahr! Du wirst mir wahrscheinlich davonschwimmen und -laufen, aber vielleicht kann ich beim Radfahren ja etwas aufholen… (naja. Auch da mache ich mir mal lieber nicht allzu große Hoffnungen… ;-))

  3. Ich danke euch. Auch noch 2 Tage nach dem Wettkampf freue ich mich darüber und bin immer noch „heiß“ auf Triathlon, hihi.

    Es ist bereits klar, dass ich einen Triathlon machen werde. Ich muss mir nur noch einen geeigneten Zeitpunkt auswählen. Jetzt so mittem im Marathontraining wird mir das zu viel und im Herbst wird es zu kalt. Ich werde wohl nächstes Jahr angreifen…🙂

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