Puls? Nein, danke!

Mit Hilfe eines Pulsmessers kann man während des Laufens wunderbar die eigene Herzfrequenz überprüfen und abschätzen, ob man zu schnell oder gar zu langsam läuft. Im letzten Jahr habe ich bei fast jedem Lauf den Pulsgurt umgebunden und konnte so über die Trainingswochen hinweg erkennen, dass mir die schnelleren Läufe zunehmend leichter fielen.

Jetzt ist Schluß damit: ich mache Pulsgurt-Fasten! Warum? Bei längeren Läufen scheuert das Ding wie Sau! Als Frau muss ich den Gurt irgendwie unter den BH quetschen und dann reibt der Gurt zusammen mit dem Da-Wackelt-Nix-Oberteil auf der Haut, was in Verbindung mit Schweiß (ja, auch ich schwitze ab einer gewissen Kilometerzahl) irgendwann tierisch brennt und so seine Spuren hinterlässt. Autsch!

Ich habe schon einiges versucht: eincremen der Haut vor dem Laufen, BHs mit Schlaufen für den Gurt… Die einzig wahre Lösung ist aber, komplett auf das Gerät zu verzichten. Mittlerweile kenn ich mich gut genug und weiß, wann ich zu schnell Laufe und wann es noch ein bißchen mehr Tempo sein darf. Von daher verzichte ich gern und laufe einfach nach Gefühl!

8 thoughts on “Puls? Nein, danke!

  1. Die Idee, ganz ohne zu laufen, ist sicherlich gut, man lernt seinen Puls richtig einzuschätzen, bin ewig lang ohne gelaufen und trage bei sogenannten Wettkämpfen nie eine Uhr, geschweige denn einen Pulsmesser.

    Aber der Gurt muss nicht brennen und/oder Schrammen zufügen, ganz dick mit Vaseline oder Melkfett eincremen, dann sollte nichts passieren, auch bei längeren Einheiten nicht.

    Einfach nach Gefühl laufen ist in meinen Augen sowieso das Beste, dein Puls sagt dir sowieso immer wo es lang geht.

    Bin gespannt, ob du dabei bleiben wirst ! ❓

  2. Als Mann kann ich zu dem Thema naturgemäß eher wenig sagen. In einem Katalog für Sportmoden habe ich einen BH mit eben diesen implementierten Schlaufen für den Gurt gesehen, aber wenn es dennoch drückt, ist das natürlich schlecht.

    Ich denke aber, daß Du Dir als erfahrene Läuferin keine Sorgen zu machen brauchst, ohne Pulsgurt zu laufen. Ich für mich brauche ihn noch, obwohl ich im groben meinen Puls auch schon abschätzen kann. Für die Kontinuität ist er jedoch für mich wichtig.

    Liebe Grüsse,
    Wolfgang

  3. Gute Entscheidung! Vor allem wenn der Gurt Beschwerden verursacht.
    Ich lief nur in meiner Anfangszeit mit Gurt. Irgendwann störte mich das Gepiepse so sehr, daß ich ihn daheim ließ. Und es klappt!
    Seither ist mein Motto: „Puls? Habe ich. Wenn ich mal keinen mehr haben sollte, merke ich es. Wozu also messen?“😉
    lG
    Ralph

  4. Genau das Problem kenne ich auch! Sieht im Sommer wirklich schlimm aus in Badesachen. Als hätte man an Fesselspielen teilgenommen… Wenn es ganz übel läuft, dann schauert auch irgendwann der super enge BH, obwohl man den Gurt nicht mehr trägt. Verkäufer haben mich schon verunsichert angeschaut, als ich um Hilfe bat. Alle Möglichkeiten ausprobiert – Gurt in BH integriert, Laufshirt besorgt, zum Drunterziehen… Nicht half; auch meine Forensuche hat nichts gebracht.

    Aber der Tipp von #ultraistgut klingt super. Werde ich die Tage unbedingt ausprobieren.

    Ohne Gurt bin ich das letzte Jahr gelaufen, aber mein Marathonplan sieht leider Pulsdaten vor. Ohne Uhr war die Vorbereitung nicht so doll. Momentan lauf ich mit diversen Schrammen und zwischenzeitlichem Gejammer…

  5. Danke für eure Kommentare.

    Die Idee mit dem Einschmieren (Melkfett, Vaseline) hatte ich auch schon. Hab’s auch mal probiert und es war auch besser. Hängt wahrscheinlich auch noch davon ab, wie das Oberteil so sitzt und wie sehr man schwitzt.

    Im Moment fühle ich mich ohne Pulsgurt ganz wohl und sehe das gesamte Marathontraining etwas lockerer als im letzten Sommer. Mal sehen, wie sich das noch so entwickelt…

  6. Hallo Jacqui,
    auch ich habe Probleme mit meinem Brustgurt zu meiner Polar Pulsuhr und das, obwohl ich einen BH mit integrierten Schlaufen für den Brustgurt verwende. Nach dem Laufen vor allem bei warmem Wetter hatte ich schon einige Male richtige Scheuerstellen.

    Vorheriges Einschmieren mit Vaseline machte es etwas besser, aber so wirklich gelöst war das Problem damit nicht. Und die Dame von meinem Laufladen berichtete mir von ähnlichen Problemen und wusste auch keine Lösung.

    Da ich nicht ohne Pulsuhr laufen möchte, klebe ich nun vor dem Laufen die gefährdeten Stellen mit 5 cm breiten Leukoplaststreifen ab. Wichtig ist, nicht das hautfreundliche Leukosilk zu verwenden, da sich das bei mir durch das Schwitzen löst, verrutscht und auch noch scheuert.

    Mit dem Abkleben mit Leukoplast komme ich wirklich gut zurecht. Vielleicht versuchst Du das auch mal.

    Viele Grüße und viel Spaß beim Laufen

    • Hallo Ingrid,

      willkommen auf meinem Blog!

      Da bin ich ja beruhigt, dass ich nicht die Einzige mit solchen Problemen bin. Ob ich das Abkleben mal ausprobiere, weiß ich nicht. Ich hatte mir mal, aufgrund einer Blase, den Fuß z.T. mit Tape eingeklebt und total allergisch darauf reagiert. Deshalb bin ich damit etwas vorsichtiger. Vielleicht war es doofes Tape und Leukoplast ist da besser…

      Im Moment läuft es sich auch ganz entspannt ohne Pulsgurt.

      Grüße, Jacqui.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s