Gute Nacht und schlaf schön!

Vor etwa 2 Wochen habe ich mir überlegt, dass es doch sicher nicht schlecht wäre, wenn der kleine Mann Abends schon mal in seinem Bettchen einschläft und nicht bis 23 Uhr auf dem Sofa oder im Tragetuch schnarcht. Dort  ist es doch viel gemütlicher und ruhiger – und irgendwann soll er sich ja eh daran gewöhnen.

Also startete ich das Projekt „Hannes-goes-to-bed“. Ich hatte mir schon vorher den Worst-Case ausgemalt: Hannes liegt in seinem Bettchen (das ein Beistellbettchen neben unserem Ehebett ist) und kann nicht einschlafen und weint die ganze Zeit oder wacht ständig wieder auf und ich muss das Vorhaben abbrechen. Also bereitete ich schon mal alles für die Nacht vor, auch mich, so dass ich im schlimmsten Fall einfach im Bett liegen bleiben kann.

Um etwa 19 Uhr brachte ich ihn zu Bett. Dort gab es noch lecker Essen und Trinken, viel Gekuschel und ein bisschen Vorgelese (Game of Thrones, er versteht ja Gottseidank noch nicht, was ich da lese) und gegen 20 Uhr schlief er tief und fest in meinem Arm. Das war ja leicht! Aber dann wurde es schwer…

Herausforderung 1: Das Kind ablegen, ohne, dass es aufwacht.
Ich hebe ihn also ins Bett, ein Arm unter seinem Popöchen, ein Arm unter seinem Hals/Rücken. Er liegt im Bett und schläft noch – super, aber wie bekomme ich jetzt meine Arme zurück? Zentimeter für Zentimeter arbeite ich mich voran; nach einer gefühlten Ewigkeit sind meine Arme weg und Hannes schläft immer noch. Juhuu!

Herausforderung 2: Das knarrende Ehebett verlassen.
Mir war gar nicht bewusst, wie sehr unser Bett doch knarrt. Es ist in den letzten Monaten immer schlimmer geworden, aber irgendwie haben wir uns daran gewöhnt. Mir blieb also nichts anderes übrig, als den leisesten Weg aus dem Bett zu finden. Nach ein paar akrobatischen Verrenkungen und wenigen Knarr-Geräuschen, die von Hannes lediglich mit einem Seufzer quittiert wurden, stand ich im Schlafzimmer und konnte somit gehen.

Herausforderung 3: Loslassen können.
Tja, und da stand ich dann im Wohnzimmer, ganz allein (der Mann war an diesem Abend außerhäusig), das Babyphone in der Hand. Geht das Ding überhaupt? Vielleicht schaue ich doch lieber mal nach, ob Hannes noch schläft, ob es ihm gut geht… Also bin ich etwa alle 5 Minuten wieder leise ins Schlafzimmer gelaufen und habe ihn beobachtet. Er schlief tief und fest (und vermisste mich scheinbar gar nicht). So entspannend war dieser Abend zunächst nicht für mich, allerdings vergrößerte ich dann die Zeitabstände und schaute dann nur noch alle 15 Minuten nach. Nach guten 2 Stunden reagierte das Babyphone, der kleine Mann war wieder wach und hatte Hunger. Kein Problem: Mama ist ja da🙂 !!!

Hannes mit 13 Wochen

4 thoughts on “Gute Nacht und schlaf schön!

  1. Hut ab… Ich hab’s noch nicht geschafft und geh noch jeden Abend mit der Kleinen zusammen ins Bett (so gegen 10) – einerseits, weil ich’s so schön und kuschlig finde, andererseits aber auch, weil ich immer denke, jede Stunde, die ich später als sie ins Bett gehe, ist eine Stunde, die mir an Schlaf fehlt. Ich weiß aber, eigentlich wär’s langsam mal an der Zeit…:/

    • So super wie an diesem Abend klappt es nicht immer. Es gibt auch Tage, wo ich Abends 1x pro Stunde beruhigen muss. Aber das ist halt so… und wenn ich dann später ins Bett gehe, dann hat der kleine eh wieder Hunger und schläft ab da meistens bis morgens neben mir. Ich glaube nicht, dass es einen bestimmten Zeitpunkt gibt, ab dem ein Baby allein ins Bett muss. Jedes Kind ist anders, man merkt schon, wenn es an der Zeit ist, denke ich🙂.

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